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EinfĂŒhrung

»Kennenlernen mit Hilfe einer Karte aus der Mitte und spontanen Äußerungen zum darauf aufgefĂŒhrten Begriff – z.B. Einzigartigkeit, Beweglichkeit, ZĂ€rtlichkeit« (11.7.2015)
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Nach der überregional im März 2015 in Cottbus ausgerichteten Werkstatt begibt sich das Forum 65+ nun in verschiedene Regionen des ländlichen Raumes in den neuen Bundesländern. Wir haben ganz bewusst Standorte ausgewählt, die sich kulturell, wirtschaftlich und geografisch unterscheiden. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern vor Ort entwickeln wir auf die Region angepasste Seminarprofile, deren Struktur sich auch aus den Erfahrungen der Werkstatt in Cottbus speist. An dem Projektstandort Lutherstadt-Wittenberg werden wir uns mit dem Thema »Werte« beschäftigen. Den Rahmen bilden dabei, neben der historisch gewachsenen und definierten »Kulturlandschaft Wittenberg«, das 500 jährige Jubiläum der Reformation. In Görlitz wird das Thema »Biografie« aufgegriffen. Ein vielversprechender Ansatz in einer europäischen Grenzregion, die mittlerweile auch einen wachsenden Zuzug aus den alten Bundesländern verzeichnet. Das Forum 65+ versteht sich als Partner und möchte den Beteiligten den Blick auf die eigenen Ressourcen ermöglichen, sie befähigen, selbst aktiv zu werden, streitbar zu argumentieren und Netzwerke für ihre Zwecke nutzbar zu machen.

 

Veranstaltungen 2017

Monika Przybilla , Institut fĂŒr Demokratieforschung Göttingen
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Abschlussveranstaltung Forum 65+: Pasewalk, 22. Juni 2017
  • Inhaltlicher Schwerpunkt
  • „Unpolitisch sein heißt politisch zu sein, ohne es zu merken“ Rosa Luxemburg

    Das Forum 65+ startete vor 3 Jahren in allen 5 Neuen LĂ€ndern. Ziel war es den Zustand und die Besonderheiten der Zivilgesellschaft im lĂ€ndlichen Raum zu hinterfragen. Dabei stand die Generation 65+ im Mittelpunkt. Diese Generation erlebte den Mauerfall in einer Phase, in der es anschließend beruflich bergauf, oder bergab ging. Der RĂŒckbau der wirtschaftlichen Strukturen, der Demografische Wandel und der Strukturumbau der Verwaltung prĂ€gten den Zustand der Zivilgesellschaft im lĂ€ndlichen Raum. Demokratieverweigerung, Rechtsextreme Einstellungen und Ablehnung von Fremden gingen in vielen Regionen mit der o.g. Entwicklung einher. 

    Das „Forum65+“ erlebte im Verlauf seiner Arbeit mehrere Metamorphosen, inhaltlich und strukturell. Inhaltlich beeinflussten die zunehmende öffentliche PrĂ€sens von Pegida und der Einzug der AfD in lokale Parlamente und in Landesregierungen. Außerdem bestimmte der wachsende FlĂŒchtlingszuzug gerade in lĂ€ndliche Regionen das zivilgesellschaftliche Klima. Strukturell bedeuteten der TrĂ€gerwechsel, in der Mitte des Projektes vom Anne Frank Zentrum zu Arbeit und Leben MV, sowie die damit verbundene Fokussierung auf ein Bundesland, eine ZĂ€sur. 

    Zum Abschluss diskutieren wir gemeinsam mit Experten und Beteiligten des Projektes in einem Fachforum die Ergebnisse des Projektes, incl. der Erfolge und der Probleme der Zivilgesellschaft im lĂ€ndlichen Raum. Unser Ziel ist es Formate, Themen und Netzwerke fĂŒr StĂ€rkung der engagierten Menschen zu schaffen, um mit ihnen gemeinsam an einer nachhaltigen Perspektive des LĂ€ndlichen Raumes zu arbeiten. 

    Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mit uns gestritten, diskutiert und Ideen fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum entwickelt haben! 

    Götz Lehmann /Alenka Baerens 21.6.17


Der Integrationsspielplatz in Barth: Spielerisch integrieren – eine Chance fĂŒr Kinder und Erwachsene
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Barth
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 09. Juni 2017

    Fachforum & Kinderfest:

    Spielend integrieren – mehr als ein Kinderspiel

    Veranstaltungsort:
    Fachforum am 9. Juni : Lebenshilfe Ostseekreis e. V., Hölzern-Kreuz-Weg 14, 18356 Barth
    Kinderfest am 10. Juni : Dschungel-Spielplatz, Erich-Weinert-Straße (Zugang neben der KiTa)

    Veranstalter: Willkommensinitiative Barth, Wohnungsbaugesellschaft Barth, Forum 65+

    Neben den grundsätzlichen Herausforderungen im Umgang mit den Flüchtlingen, rückt mehr und mehr das Thema Integration in den Mittelpunkt. Wie kann Integration erfolgreich mit den Flüchtlingen, aber auch mit den Anwohnern und Anwohnerinnen gemeinsam gestaltet werden? Wie kann ein gutes nachbarschaftliches Miteinander, das Verständnis für unterschiedliche Kulturen, gemeinsame Interessen und die Vermittlung regionaler Lebenswirklichkeit begleiten?
    Mit dem Spielplatz »Am Erlengrund« ist für Barth ein schon seit ca. 10 Jahren eingefordertes Projekt in Erfüllung gegangen. Schon damals fehlte ein Spielplatz für die Kinder vor Ort. Die Rahmenbedingungen im Wohngebiet haben sich gewandelt. Durch die Unterbringung von Flüchtlingen mit Kindern ist zusätzlicher Bedarf entstanden. Nun gilt diesen Spielplatz als Ort der Begegnung für Jung und Alt zu etablieren. Das ist eine Herausforderung und es ist auch eine Chance für Barth.
    Erfolgreiche Integration setzt idealerweise schon bei den Jüngsten an und sie setzt auf eine natürliche, im Alltag eingebundene, Begegnung zwischen den Flüchtlingen und den Anwohnern. Wir wollen mit dieser Veranstaltung das Bewusstsein verdeutlichen dass Integration kein automatischer Selbstläufer ist und offen über
    Möglichkeiten und Grenzen des Spielplatzes als Integrationsort diskutieren und gemeinsam Ideen eine erfolgreiche Umsetzung entwickeln.
    Dazu sind alle Interessierten und Engagierten aus der Region eingeladen!

    Kontakt: Alenka Baerens, Forum 65+
    baerens@arbeitundlebenmv.de
    Tel.: 03 85 - 638 32 93


Schloss Bröllin im Juni
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Bröllin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 07. Juni 2017

    Fachtagung (8. Juni 2017):

    KulturLandschaf(f)tKulturLandschaf(f)tKulturLandschaf(f)tKulturLandschaf(f)t

    Veranstaltungsort: Schloss Bröllin, Bröllin 3, 17309 Fahrenwalde
    Veranstalter: Schloss Bröllin e.V., Arbeit und Leben e.V., Forum 65+

    Der ländliche Raum wird je nach Perspektive interpretiert, gerade Mecklenburg-Vorpommern hat in den letzten Jahrhunderten einige Metamorphosen durchlebt. Entweder reden wir von Landwirtschaft als Verwertungs- oder Wertschöpfungsraum, oder wir reden von Kulturlandschaft als Wertepotential im gesellschaftlichen Kontext.
    Interessanterweise behaupten sich gerade in diesen bewegten Zeiten viele sozialkulturellen, ökologischen Projekte und Initiativen gegen den Trend im ländlichen Umfeld. In einigen Regionen sind diese Beispiele sogar mit die größten Arbeitgeber, vorrangig über Förderungen und Sozialmaßnahmen abgedeckt, aber dass schon seit mehreren Jahren kontinuierlich. Demgegenüber stehen viele gescheiterte staatlich geförderte Investitionsmaßnahmen für wirtschaftliche Entwicklungsgebiete auf der Wiese.
    Forum 65+ und Schloss Bröllin e.V. als Veranstalter möchten auf der öffentlichen Veranstaltung am 8. Juni 2017 von 10 - 16:30 Uhr hinterfragen, ob dieses Missverhältnis zwischen eingefahrenen Denk- und Arbeitsstrukturen, wirtschaftlichen Wunschdenken, politischer Instrumentalisierung gegenüber regionaler Lebenswirklichkeit, Nachhaltigkeit und Denken in tragfähigen Perspektiven mit den Ressourcen vor Ort, aufgebrochen werden kann? Der ländliche Raum hat seine Qualitäten und seine Grenzen, man muss nicht alles neu erfinden, aber er basiert auf einer engen/direkten Beziehung der Menschen die vor Ort leben. Das Gemeinwesen auf dem Land hat die Chance unter den aktuellen gesellschaftspolitischen Bedingungen neue Formate und Modelle zu erproben. Kultur ist dabei der ideale Katalysator um eine Landschaft zu reflektieren und neu zu erfinden mit wirtschaftlichen Perspektiven.
    Zu der Veranstaltung referieren und diskutieren Vertreter und Vertreterinnen von Initiativen und Projekten, u. a. Otto Wynen, Vorstand der Fontane Festspiele Neuruppin, Henriette Sehmsdorf, Opernale Mecklenburg –Vorpommern, Friedrich Mierau, Zimmerermeister und Kulturorganisator, mit Experten aus der Verwaltung und Politik, u. a. Karsten Schult, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV, Regionalbeirat Westmecklenburg und Dr. Ulrich Vetter, Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH.
    Eingeladen sind alle Interessierten sich an der Diskussion auf Schloss Bröllin zu beteiligen.
    Am Vorabend der Veranstaltung, am 7. Juni um 19:00 Uhr, findet auch auf Schloss Bröllin die Ausstellungseröffnung „Circus.Freiheit.Gleichschaltung.“ statt. Die Ausstellung wird mit der Lesung einzelner Passagen aus dem Buch „Die Zirkusreiterin“ von Ingeborg Prior eröffnet. Eingeleitet und umrahmt von artistischen Stücken. 

    Informationen zu den beiden Veranstaltungen erhalten Sie unter:

    Schloss Bröllin – international art research location
    Bröllin 3 I 17309 Fahrenwalde I www.broellin.de
    Tel: 03 97 47 - 56 50-21 I bartel.meyer@broellin.de I Bartel Meyer

    Forum 65+ I Arbeit und Leben e.V. Mecklenburg-Vorpommern
    Dr. Külzstr. 18 I 19053 Schwerin I www.forum65plus.de
    Tel: 03 85 - 638 32 93 I lehmann@arbeitundlebenmv.de I Götz Lehmann


Schloss Broellin 1992
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Bröllin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 29. Mai 2017

    Workshop: Landleben in Mecklenburg/Vorpommern – Geschichte – Identität – Perspektive

    Veranstaltungsort: Schloss Bröllin, Bröllin 3, 17309 Fahrenwalde
    Veranstalter: Schloss Bröllin e.V., Arbeit und Leben e.V., Forum 65+

    Warum passiert auf dem Land (MV) alles scheinbar 50 Jahre später? Dieses Klischee vermittelt einerseits etwas Beruhigendes. Veränderungen kommen nicht abrupt, sondern allmählich, scheinbar verträglich, selbst wenn die Welt ringsum zusammenbricht wird es schon nicht so schlimm kommen. Anderseits wird das Bild geprägt durch eine Realitätsverweigerung, mangelnde Auseinandersetzungsfähigkeit und Rückwärtsorientierung. Wie passt diese Wahrnehmung in eine global vernetzte Welt, die ihre positiven, wie negativen Effekte bis in die letzten Ecken ländlicher Räume trägt?
    Der ländliche Raum ist mit vielen Vorurteilen und Klischees verbunden. Im Lauf der Jahrhunderte erlebte er mehrere Metamorphosen. Als Kulturlandschaft wurde er urbanisiert, gestaltet, optimiert und ausgebeutet. Er war Rückzugs- und Fluchtort, und er war Innovationsort und Labor für gesellschaftliche Modelle, Aussteigerphantasien und wirtschaftliche Verwertungsideen.
    Momentan befindet sich der ländliche Raum in einem Umbruch. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt seit dem Jahr 2000 in Städten. Eine Entwicklung die sich in einem urbanisierten Deutschland schon über einen längeren Zeitraum vollzieht. Dabei werden durch den Wegzug der jüngeren Generationen und dem damit verbundene Demografische Wandel ganze Regionen entvölkert. Was passiert mit den frei gewordenen Ressourcen?
    Wird die hochtechnologisierte Landwirtschaft menschenleere Räume, die durch ferngesteuerte Maschinen belebt sind, erzeugen? Werden neue Wälder aus Windrädern und Solaranlagen die Landschaft prägen? Werden punktuell Rehabilitationszentren, Altersheime und Tourismusanlagen das Bild des ländlichen Raums bestimmen?
    Oder wird die Konzentration der Menschen in städtischen Ballungsgebieten und den damit verbundenen Kostensteigerungen, den schlechteren Lebensbedingungen die Menschen wieder auf das Land treiben?
    Wir wollen der Frage nachgehen, ob es dazwischen noch andere Wege, Ideen und Ansätze gibt den ländlichen Raum zu leben? Zwischen der
    Wiederentdeckung alter/traditioneller Ressourcen und der Anwendung moderner Technologien und globaler Vernetzung, setzen wir auf eine Wiederentdeckung und Neuerfindung des ländlichen Raumes.
    Unser Ziel ist es aus den historischen Erfahrungen heraus eine Brücke in die Gegenwart zu schaffen und regional tragfähige Muster für denkbare Perspektive abzuleiten.

    Götz Lehmann, Forum 65+, 18. Mai 2017
    Kontakt: Bartel Meyer Schloss Bröllin
    email: booking@broellin.de
    Tel.: 03 97 47 - 56 50 21
    www.broellin.de


Treuer Helfer: Ein Assistenzhund rÀumt die Waschmaschine aus. Foto: DPA/T.Frey
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Göhren
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 05. Mai 2017

    Forum & Workshop: Inklusion als Perspektive im lÀndlichen Raum.

    Veranstaltungsort: WaldschÀnke, Sandstr. 6, 19294 Liepe/Malk Göhren

    Veranstalter: Forum 65+ und Arbeit und Leben e. V. in Kooperation mit der Sozialen Initiative: Associata-Assistenzhunde e. V.

    Das Forum 65+ veranstaltet am 5. und 6.5. 2017 in Kooperation mit dem Associata-Assistenzhunde e.V. ein öffentliches Forum und einen Workshop zum Thema Soziale Teilhabe durch Assistenzhunde. Dabei interessiert uns besonders, wie die durch Demografischen Wandel und StrukturumbrĂŒche entvölkerten lĂ€ndlichen Regionen durch neue innovative Ideen wieder belebt werden können.

    In Liepe/Malk Göhren haben sich engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit einer ĂŒberregional bedarfsorientierten Idee an einem Ort mit rĂ€umlichen und strukturellen Ressourcen getroffen. Das Projekt verspricht, neben dem konkret inhaltlichen Ansatz, auch perspektivische Effekte fĂŒr das Gemeinwesen des Dorfes und der Region. Wir sehen diese Initiative als ein Beispiel fĂŒr eine nachhaltig orientierte Variante, bei der soziales Engagement in eine wirtschaftlich tragfĂ€hige Struktur mĂŒndet, die zu einer Stabilisierung und StĂ€rkung der Zivilgesellschaft im lĂ€ndlichen Umfeld fĂŒhren kann. Mit der Auftaktveranstaltung möchten das Forum 65+ auf die Initiative regional und ĂŒberregional aufmerksam machen, die AnwohnerInnen aus der Region einbeziehen und die fachliche Arbeit des Projektes unterstĂŒtzen.

    Götz Lehmann, 25.4.2017

    Kontakt: Associata-Assistenzhunde e. V.: 038 481/ 51 00 21
    www.associata-assistenzhunde.de

  • Nachbereitung
  • Inklusion als Perspektive im lĂ€ndlichen Raum, am Beispiel Liepe!

    Gelebte Inklusion ist mehr als die Umsetzung von gesetzlichen Regelungen und Verwaltungsauflagen zum Schutz von Betroffenen. Inklusion ist auch ein Gradmesser fĂŒr den Zustand der Zivilgesellschaft. Sie lebt von Empathie und ethischen Verhaltensweisen im Alltag, die nicht durch Regeln allein vermittelt werden können. MenschenwĂŒrde, RĂŒcksichtnahme, sowie Akzeptanz und Selbstbestimmung sind Grundwerte in unserer Gesellschaft, die im Alltag von BeeintrĂ€chtigungen Betroffener nicht auf die Rolle von abhĂ€ngigen HilfeempfĂ€ngern reduziert. Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen sind nicht nur Experten in eigener Sache. Sie sind auch aktiver Teil der Gesellschaft und erbringen Leistungen fĂŒr das Gemeinwesen. In speziellen Situationen bedĂŒrfen diese MitbĂŒrger besonderer UnterstĂŒtzung durch Hilfsmittel, alltĂ€gliche Begleitung und/oder therapeutischer Leistungen. Wie gehen wir mit Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen um, wie lassen wir eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Facetten unseres alltĂ€glichen Lebens zu?

    Eine besondere Variante dieser UnterstĂŒtzungsleistungen sind  Assistenzhunde, die viele der Leistungen vereinen und zusĂ€tzlich Menschen einen Zugang zur Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen. UrsprĂŒnglich in Folge des 1. Weltkrieges als Lebenshilfe fĂŒr sehgeschĂ€digte Kriegsversehrte zum Einsatz gekommen, hat sich das Profil der Leistungen von Hunden in der Gegenwart immens erweitert. Ein Assistenzhund ist ĂŒber viele Jahre Partner fĂŒr betroffene Personen und somit Teil des sozialen Umfelds.

    Mit den gewachsenen Einsatzmöglichkeiten hat sich allerdings der Ausbildungsaufwand fĂŒr die Tiere erhöht. Der Hund ist kein Therapeut, aber seine Ausbildung fokussiert auf therapeutisch sinnvolle Interaktionen, sowie auf der Fokussierung auf die BeeintrĂ€chtigung, incl. der dafĂŒr notwendigen anzutrainierenden Hilfeleistungen. Durch die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten wachsen auch die Herausforderungen fĂŒr die Ausbildung. Die Ausbildung fĂŒr einen derart qualifizierten Hund dauert ca. 2 Jahre und ist von Anfang an auf die jeweilige Bezugsperson zugeschnitten. Im Idealfall verfĂŒgen Assistenzhunde-Trainer neben der BefĂ€higung zur Ausbildung von Tieren auch ĂŒber eine therapeutische, oder pĂ€dagogische Expertise. Derzeit gibt es im bundesweiten Umfeld keine zentrale Einrichtung und Anlaufstelle fĂŒr die von BeeintrĂ€chtigung Betroffenen, die Assistenzhunde-Trainer und Institutionen in ihre Arbeit einbeziehen. Dass das Thema bundesweit relevant ist, zeigte die Teilnahme von Akteuren, Betroffenen und InteressentInnen ĂŒber die Region Parchim-Ludwigslust hinaus, sie kamen u. a. aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, NRW und Hamburg.

    Unter dem Motto Inklusion stellte der Verein „Associata-Assistenzhunde e. V.“ erstmals seine Idee von einem solchen Begegnungs- und Ausbildungszentrum in der Öffentlichkeit vor. Die Vorstellung am ersten Tag war eingebettet in einen öffentlichen Teil, bei dem sich neben den geladenen Anwohnern aus der Region, ExpertInnen aus Politik, Verwaltung, Betroffene und Aktivisten aus der Region ĂŒber die Voraussetzungen, Chancen und Möglichkeiten des Projektansatzes fĂŒr die Region austauschten. Der zweite Tag war der fachlichen Diskussion mit Assistenzhunde-Trainern, Betroffene und Vertreterinnen von Einrichtungen aus der Region vorbehalten.

    In einer regen Diskussion verstĂ€ndigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Tag ĂŒber die regionalen Rahmenbedingungen und ĂŒberregionale Wirkungsfaktoren, sowie die notwendigen Schritte, um das Vorhaben realisieren zu können. Schnell wurde deutlich, dass die Erfolgschancen durch eine BĂŒndelung von Ressourcen und die Kooperation unterschiedlicher Partner sich entscheidend verbessern lassen. Es kristallisierte sich ein Modell  heraus, bei dem 3 Partner gemeinsam das Projekt in der Öffentlichkeit voranbringen sollen.

    Dazu gehören:

    - der Verein als IdeentrÀger, Organisator und Koordinator der Lobbyarbeit
    - der Inhaber der Immobilie und dem weitlĂ€ufigen GrundstĂŒck als aktiver Partner der Idee
    - das Amt Dömitz-Malliß, als Verwaltung und lokalpolitische Institution, unter Einbeziehung der AnwohnerInnen

    Diese Kooperation soll in der nĂ€chsten Phase gemeinsam das Projekt in eine Form bringen und die Argumente bĂŒndeln und nach außen vertreten. Das Forum 65+ sieht dieses Projekt als ein besonderes Beispiel, bei dem durch die VerknĂŒpfung von regionalen Ressourcen, fachlichem Knowhow, sozialem Engagement und einer offenen Einstellung der Verwaltung, lĂ€ndlicher Raum sich neu erfinden kann. Dabei ist es besonders wichtig in den folgenden Schritten die Bevölkerung vor Ort von Beginn an einzubinden und transparent  mit der Projektidee umzugehen. Unter diesen Voraussetzungen kann die regionale  Zivilgesellschaft von dem innovativen Umgang mit neuen Projektideen, fĂŒr jeden Einzelnen spĂŒrbar, profitieren. Die Initiatoren des Vereins-Initiativkreises: Ilona Barthels, Judith Barthels, Silke Schrader – Thießen und Thomas Hansen, haben mit ihrem bisherigen Engagement das Projekt in Bewegung gebracht. Alle vier vertreten (Ilona Barthels, Thomas Hansen als aktive RuhestĂ€ndler) in idealer Weise die Möglichkeiten der gegenseitigen Befruchtung von angesammelten Wissen/Kompetenzen, bĂŒrgerlichen Engagement und den vorhandenen Ressourcen vor Ort fĂŒr eine generationsĂŒbergreifende Stabilisierung der Zivilgesellschaft im lĂ€ndlichen Raum. Inklusion fungiert in diesem Projekt als Schnittmenge fĂŒr Soziales – Zivilgesellschaft – Gesundheit – Daseinsvorsorge im lĂ€ndlichen Raum und kann eine neue Perspektive fĂŒr den Ort und seine Umgebung schaffen. In ihrem Grußwort zu der Veranstaltung stellte die Bundesministerin fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, das praktizierte solidarische Miteinander besonders heraus. FĂŒr den Modellansatz eines Kompetenzzentrums fĂŒr und mit Assistenzhunden ist der lĂ€ndliche Raum der ideale Ort und schafft die Voraussetzungen von neuen Perspektiven auch fĂŒr das Gemeinwesen in Liepe und Umgebung.

    Götz Lehmann, Forum 65+, 8. Mai 2017

     

    Grußwort Manuela Schwesig, Bundesministerin fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Wangelin 2. - 5. Mai 2017
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Wangelin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 02. Mai 2017

    Workcamp: Jurtenbau

    FAL e.V. in Kooperation mit Forum 65+
    Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: ganztägig
    Veranstaltungsort: Lehmbauwerkstatt, Dorfstraße 26-28, 19395 Wangelin/Buchberg

    Der FAL e.V. Wangelin versteht sich als ein Zentrum für alternative/traditionelle naturverbundene Wohnformen im ländlichen Raum und bietet dazu verschiedene Workshops an.
    In Deutschland bieten sich im ländlichen Umfeld viele Freiräume. Der bewusste Umgang mit Natur bietet Erholung, Bildung und Erlebniskultur in strukturschwachen Regionen. Dabei wird der nachhaltige Umgang mit Baumaterialien und natürlichen Ressourcen praktiziert.
    Geflüchtete kommen aus Regionen in denen diese Wohnform noch praktiziert wird und sie verfügen über die Expertise für die Herstellung und Nutzung dieser Unterkünfte. Wir gehen davon aus, dass sich Geflüchtete mit Fachkenntnissen auf „bekannten/sicheren Terrain“ bewegen und zeigen können, dass sie über praktisches Wissen verfügen. Daraus folgen Stärkung des Selbstbewusstseins und ein fachlicher Einstieg in Austausch/Kommunikation mit Anwohnern auf einem anderen Niveau. An dieser Stelle sehen wir die Möglichkeit, Kompetenzen Geflüchteter mit den Ressourcen des ländlichen Raumes zu verknüpfen. Die Herstellung und der Betrieb der Jurten ist ideal für die Vermittlung der naturverbundenen Lebensformen und lässt sich mit den Freizeit- und Bildungsangeboten und den handwerklichen Befähigungen gut in das Profil von FAL integrieren.
    FAL hat in dieser Hinsicht mit dem Bau von Lehmhütten, der Aufrüstung von alten Wohnwagen und dem Bau mobiler Lehmöfen schon viele positive Erfahrungen sammeln können. Die Errichtung und Nutzung von Jurten ist eine ideale Ergänzung zu den bisherigen Angeboten.
    Über die Beschäftigung mit handwerklichen Kulturtechniken und der damit verbundenen Alltagskultur schafft FAL in den Workshops soziale Begegnungsräume in denen neben den technischen Befähigungen soziale Beziehungen und Integration eingeübt werden. Dieser Ansatz wird vom forum65+ unterstützt und mündet in der Kooperation zu dem Workshop.
    Wangelin sieht sich mit seinen Angeboten als Kompetenzträger für nachhaltige und naturbezogen Wohnformen im ländlichen Raum. Neben dem Prozess der Entwicklung und Herstellung der Unterkünfte bieten sich viele Anknüpfungspunkte für weitere Freizeit- Bildungs- und Begegnungsangebote im ländlichen Umfeld. Der Bau einer Jurte – als Beispiel einer flexiblen Wohnform im Einklang mit der Natur, die Vermittlung handwerklicher Befähigungen und naturverbundenen Leben, sowie interkulturelle Kompetenz (Naturverbundenheit, Nachhaltigkeit, aktive Freizeit,
    interkulturelle Bildung, handwerkliche Kompetenzen, Integration) stehen in diesem Workshop im Mittelpunkt.

    Ansprechpartner:
    Klaus Hirrich vom FAL e.V.: info@fal-ev.de, Telefon: +49 (0)387 37 - 202 07



BegrĂŒĂŸung in Schwerin
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Schwerin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 30. MĂ€rz 2017

    Tagung: Berufliche Orientierungen fĂŒr Nachhaltigkeit – eine Perspektive fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum – Vol.2

    Zeitrahmen: 9:30 – 16:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Handwerkskammer Schwerin, Bildungs- und Technologiezentrum, Werkstraße 600, 19061 Schwerin

    Im Zeitraum von Juli bis Oktober 2016 fanden die „Wangeliner Workcamps“ statt. Diese verstanden sich als praktische Angebote fĂŒr Jugendliche und junge Erwachsene, sich einen Überblick zu Berufsfeldern im lĂ€ndlichen Raum zu verschaffen und auszuprobieren. Das Thema Nachhaltigkeit stand dabei im Vordergrund. Es galt, mit den materiellen Ressourcen aus der Region zu arbeiten und gleichzeitig Einblicke in mögliche berufliche Anforderungen zu bekommen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Die HintergrĂŒnde der Teilnehmenden waren dabei vielfĂ€ltig; von Studierenden ĂŒber Jugendliche mit Behinderungen und Menschen mit Fluchtbiographie. Dieses Format zur Berufsorientierung wurde von Teilnehmenden mit Begeisterung angenommen. Am 25./26.10. fand eine öffentliche Veranstaltung zur Nachbereitung der Wangeliner Workcamps in Wangelin statt.

    Unter anderem wurde dabei konstatiert:
    - dass das derzeitige Bildungssystem fĂŒr nachhaltige Berufe mit handwerklicher Orientierung wenig Spielraum und kaum Chancen fĂŒr individuelle Lernwege aufweist
    - die praktische Einbindung von Nachhaltigkeit in die berufliche Qualifizierung als ein Faktor fĂŒr regionale Perspektiven unzureichend in die Ausbildungsangebote integriert ist
    - die erprobten AnsĂ€tze von integrativen Berufsorientierungsmaßnahmen (mit Behinderten, mit GeflĂŒchteten u.a.) fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum erfolgversprechend verliefen, aber auf jeden Fall noch ausbaufĂ€hig sind
    - die Wangeliner Workcamps einen vielversprechender Ansatz fĂŒr integrative Maßnahmen zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft aufzeigen und durch ihre VerknĂŒpfung mit dem dörflichen Gemeinwesen intergenerationelle Effekte erzielen, allerdings muss dieser Ansatz als Bestandteil der Orientierungsmaßnahme definiert sein

    Das Projekt „Wangeliner Workcamps – eine grĂŒne Idee von Zukunft“ unter der TrĂ€gerschaft des FAL e.V. und der EuropĂ€ischen Lehmbauwerkstatt möchten gemeinsam mit dem „Forum 65+“ am 30. MĂ€rz 2017 Experten aus Verwaltung, Initiativen, Unternehmen, Gewerbetreibenden einladen und mit allen Interessierten gemeinsam dazu diskutieren und an zukunftsfĂ€higen Modellen arbeiten.

    Anmeldung bis 24. MĂ€rz 2017:
    Alenka Baerens: baerens@arbeitundlebenmv.de, Telefon: +49 (0)385 6383 293

  • Nachbereitung
  • Berufliche Orientierung bringt die Welt ins Dorf!?

    Wenn die Welt zum „global village“ wird, was wird dann aus dem Dorf?

    Am 30.3. diskutierten Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Forschung und Praxis intensiv die Anforderungen an berufliche Orientierung und Bildung im lĂ€ndlichen Raum. Das geschah auch, oder besonders aus dem Blickwinkel der Integrationsmaßnahmen fĂŒr und mit GeflĂŒchteten.

    Die vernetzte Welt macht auch vor dem Dorf nicht halt. Gleichzeitig schafft die RĂŒckbesinnung auf traditionelle Techniken zum einem und zum anderen die an lokalen Ressourcen orientierte TĂ€tigkeiten neue Optionen fĂŒr den lĂ€ndlichen Raum. Das SchlĂŒsselwort ist Nachhaltigkeit. Dabei zeigt sich, dass globale Effekte und die Fokussierung auf regionales knowhow keinen Widerspruch darstellen mĂŒssen.

    Dieses scheinbare Spannungsfeld muss schon in der Schule bei der Berufsorientierung offensiv angegangen werden. Dabei sind praktische Erfahrungen und internationaler Austausch Grundvoraussetzungen, um persönliche Entscheidungen fĂŒr das kĂŒnftige Berufsleben treffen zu können. Das schafft nicht nur einen erweiterten Horizont der beruflichen Optionen, sondern vermittelt auch interkulturelle Kompetenz und die WertschĂ€tzung der eigenen regionalen Lebenswelt. Berufswege heute verlaufen in ganz anderen Bahnen als noch vor 20 Jahren. Es gibt national, international und im Beruf/Studium viel mehr Möglichkeiten. Durch die Digitalisierung entstehen immer neue Formate. Das stellt eine große Herausforderung und mitunter auch eine Überforderung fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, deren Eltern und die Schule dar. Der lĂ€ndliche Raum scheint momentan nicht im Fokus der beruflichen Orientierung zu stehen, aber es gibt vor dem Hintergrund der globalen Nachhaltigkeitsdebatte durchaus spannende Perspektiven.

    Forciert und begleitet wird der Prozess der ressourcenorientierten Denkweise durch die beruflichen Integrationsmaßnahmen fĂŒr GeflĂŒchtete: Hier treffen globale Auswirkungen direkt und konkret auf das reale Leben im lĂ€ndlichen Raum. In vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns werden dringend Auszubildende gesucht. Sollten diese Stellen auf lĂ€ngere Sicht nicht besetzt werden können, könnte die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig beeintrĂ€chtigt werden. Ob dieser Bedarf mittelfristig durch GeflĂŒchtete ausgeglichen werden kann ist umstritten und wurde intensiv diskutiert. Generell wurde festgestellt, dass die Ansiedlung GeflĂŒchteter im lĂ€ndlichen Raum spezieller Maßnahmen bedarf und mit den aktuellen Instrumenten nicht zu stemmen ist.

    Der Ansatz der Veranstaltung: „berufliche Orientierung mit Nachhaltigkeit“, zielte auf die (Re-) Aktivierung eigener Ressourcen fĂŒr ein Leben mit Perspektive auf dem Land. Es wurde deutlich, dass alternativen Handwerkstechniken (noch) am Anfang dieser Entwicklungen stehen. Allerdings bewegt sich das Handwerk mit Spezialisierung auf traditionelle Ressourcen/Techniken in einem fachlichen und internationalen Netzwerk. Außerdem praktizieren diese Akteure auf der Basis von SelbstĂ€ndigkeit und Eigenverantwortung flexible und innovative GeschĂ€ftsmodelle. Hier entstehen zukunftsorientierte Strukturen, die den lĂ€ndlichen Regionen eine tragfĂ€hige Perspektive eröffnen können. Im Umkehrschluss heißt das: Die berufliche Ausbildung und Qualifizierung muss den neuen Herausforderung angepasst werden. Insbesondere sollte Nachhaltigkeit in der beruflichen Qualifizierung in allen Berufen einen eigenen Stellenwert bekommen, die inhaltliche Ausformung in den jeweiligen Gewerken bedarf einer stĂ€ndigen Aktualisierung und die AbschlĂŒsse sollten entsprechend modifiziert werden.

    Bei der Integration von GeflĂŒchtete verfĂŒgen diese nachhaltig orientierten „Handwerkspioniere“ auf Grund ihrer internationalen Erfahrungen ĂŒber eine soziale und interkulturelle Expertise, die in der Praxis die Integration befördern kann.

     

    Handwerk im lĂ€ndlichen Raum bedeutet auch, dass man in der PrivatsphĂ€re der Kunden arbeitet. Hier spielt das VertrauensverhĂ€ltnis eine sehr große Rolle. Gerade in Regionen, die auf Grund fehlender Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen mit vielen Vorurteilen behaftet sind, kann der Handwerker eine Vermittlerrolle einnehmen. Voraussetzung ist die BefĂ€higung damit aktiv umzugehen.

    Formate wie die Wangeliner Workcamps können in dieser Hinsicht zwei Effekte erzielen. In einem werden junge GeflĂŒchtete und junge Einheimische in der praktischen Arbeit mit der „Arbeitskultur“ und gesellschaftlichen, interkulturellen Normen konfrontiert. Zum anderen dienen die Camps der Sichtung der sozialen und haptischen BefĂ€higungen der Teilnehmer. FĂŒr Handwerksbetriebe ist dies eine ideale Variante, sich einen Überblick ĂŒber mögliche AZUBis zu verschaffen. So entstehen praktische Einblicke, eine Vorleistung, die sie aus eigenen Mitteln kaum bestreiten können.

    Erfolgreiche Integrationsleistungen sind am besten ĂŒber das praktische Miteinander zu erbringen, Begegnung, Austausch, Wahrnehmung, Kooperation, und ein gemeinsames Produkt in Anwendung zu erleben, ist fĂŒr alle Beteiligten ein positives Erlebnis und schafft Grundlagen fĂŒr die weiteren berufliche Karrieren, egal woher man kommt.

    An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an alle Referentinnen und Referenten, sowie die engagierte Mitwirkung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die als Expert(inn)en in eigener Sache zu einem intensiven und fruchtbaren Austausch beigetragen haben.

    Götz Lehmann, Forum 65+ , 31.3.2017


Forum 65 plus - Bild

PDF Abschlussveranstaltung Forum 65+: Pasewalk, 22. Juni 2017 06/2017
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PDF Barth 06/2017
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PDF Bröllin 06/2017
Forum 65 plus - Bild
PDF Bröllin 05/2017
Forum 65 plus - Bild
PDF Göhren 05/2017
Forum 65 plus - Bild
PDF Wangelin 05/2017
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PDF Schwerin 03/2017
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Veranstaltungen 2016

Workshop Stralsund
Forum 65 plus - Bild
Stralsund
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 25. November 2016

    Tagung: „Ist Demagogie ein fester Bestandteil unserer aktuellen Zivilgesellschaft?“ – Eine Auseinandersetzung mit „Mein Kampf“ und der Wirkung einer Hetzschrift bis in die Gegenwart

    Zeitrahmen: 9:30 – 15:30 Uhr
    Veranstaltungsort: Hotel Baltic, Frankendamm 22, 18439 Stralsund

    Am 25.11. veranstaltet das Forum 65+ in Stralsund ein öffentliches Fachforum zu der kommentierten "Mein Kampf" Ausgabe des IFZ München. Warum ist Demagogie, Rassismus und Herabwürdigung von Menschengruppen in unserer heutigen Zeit wieder so präsent? In welchen Maße ist unsere demokratische Zivilgesellschaft davon bedroht und wie kann man dieser Entwicklung begegnen? Der Bayrische Rundfunk hat dazu eine Fernsehdokumentation und ein Webspecial produziert, beide Formate dienen als Grundlage für unsere Veranstaltung. Wir wollen mit Expertinnen und Experten, Betroffenen und politischen Akteuren über die aktuellen Wirkungen dieser Hetzschrift und den Umgang damit diskutieren. Meinungsfreiheit, Toleranz und Demokratie sind Grundwerte unserer Gesellschaft, die unter großen Opfern erkämpft wurden und die es zu verteidigen gilt.

    Die Veranstaltung des Forum 65+ in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen, dem VHS Verband Mecklenburg-Vorpommern und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern richtet sich an politische Bildner, Multiplikatoren und sonstige in der Zivilgesellschaft engagierten Personen.

    Anmeldung bis 20. November 2016: Alenka Baerens: baerens@arbeitundlebenmv.de, Telefon: +49 (0)385 6383 293

  • Nachbereitung
  • Am 25.11. 2016 fand in Stralsund die Fachkonferenz zum Thema: „Ist Demagogie ein fester Bestandteil unserer aktuellen Zivilgesellschaft?“ statt. Arbeit und Leben e.V. Mecklenburg Vorpommern, gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen MV, versammelte dazu hochkarätige Experten und Politiker, die in ihren Beiträgen aus verschiedenen Perspektiven das Thema hinterfragten. Eine Fernsehproduktion des Bayrischen Rundfunks zu der Hetzschrift „Mein Kampf“ diente den Veranstaltern als Katalysator. Ist es möglich, die Wurzeln der Hassideologie in „Mein Kampf“ von 1925 und die gegenwärtige Wiederbelebung der menschenverachtenden Gedankenwelt zu erfassen und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen?

     

    Der DGB Regionalgeschäftsführer Vorpommern, Volker Schulz, begrüßte die Teilnehmer mit einer sehr persönlichen Rede, in der er sich auf seinen Vater, Vertreter der Kriegsgeneration, und das tiefsitzende Trauma dieser Generation, sowie die daraus resultierende eigene Verantwortung berief. Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), verwies in seinem Beitrag auf die Selbstverantwortung jedes Einzelnen sich mit der Gesellschaft kritisch auseinanderzusetzen. Er stellte die aktuelle Strategie der BpB im Umgang mit Populismus vor. Dabei deutete er auf die Bedeutung der „social media“ Netzwerke hin. Es sei, so Krüger, derzeit von einem Anteil von 10-15 % der Gesamtbevölkerung auszugehen, der sich demokratischen Grundwerten verweigert und auch durch neue Bildungsformate nicht mehr erreichbar ist. Trotzdem setzt er auf Kommunikation. Seiner Meinung nach müsste weiterhin das direkte Gespräch mit Menschen, die sich in „Wutmails“ gezielt an Politikerinnen und Politiker wenden, gesucht werden. Im Programm der Tagung folgte der Regisseur Klaus Gietinger, der auf die Verwendung demagogischer Äußerungen im gegenwärtigen politischen Alltag einging. Christian Nestler, Wahlforscher an der Uni Rostock analysierte das Wahlverhalten der Parteien und der Wählerinnen und Wähler der letzten Landtagswahl in MV nach politischen Aussagen und ihrem populistischen Gehalt. Der Finanzminister von MV, Mathias Brodkorb, hielt ein sehr engagiertes Plädoyer für die Behandlung von „Mein Kampf“ im Schulunterricht und machte allen Beteiligten Mut im Umgang mit dem Mythos Adolf Hitler. Sein Credo: keine Angst in der offenen Auseinandersetzung mit Hass, Demagogie und Rassismus. Der Finanzminister warnte vor einer Verklärung dieses Phänomens, indem man dieses Thema ausschließe. Dr. Roman Töppel, Historiker und Mitherausgeber der kommentierten Fassung von „Mein Kampf“befasste sich mit der menschlichen Dimension der Naziherrschaft. Die Nationalsozialisten konnten ihr System nicht ohne die Akzeptanz/Mitwirkung der „einfachen Bürgerinnen/Bürger aufrechterhalten. Schon damals stellte sich die Frage nach den moralischen Grenzen für den Einzelnen, Pflichtbewusstsein/Ignoranz versus Eigenverantwortung?

     

    In einer abschließenden sehr engagiert geführten Diskussion, wurde noch einmal die Frage aufgeworfen, ob die Auseinandersetzung mit den 90 Jahre alten Texten in der Gegenwart uns weiterhilft. Das Buch ist nur eines von vielen, die Adolf Hitler geschrieben hat. Der Text ist schwer verdaulich. Aber der reaktionäre Geist lebt. Das zeigt sich aktuell am Vormarsch rechter politischer Bewegungen in Europa, Asien und Amerika insbesondere im ländlichen Umfeld. Dabei spielt in der öffentlichen Debatte die Ablehnung wissenschaftlich und historisch erwiesener Fakten eine zunehmende Rolle. Kann man hier vom „Postfaktischen reden?“ In der Diskussion wurde der Begriff von vielen als alter Wein in neuen Schläuchen angesehen, oder eine neue Schublade versucht etwas in eine medial verwertbare Form zu bringen. Im Ergebnis bestand Übereinstimmung, neue Wege in der politischen Auseinandersetzung zu finden. Demokratie ist kein fertiges Produkt, sondern ein Prozess, der die Mitwirkung aller braucht. Politik und die Verwaltung müssen die Rahmenbedingungen schaffen, in der die Mitwirkung ermöglicht werden kann. Wir befinden uns in einem globalen Umbruch, in dem Demokratie und damit verbundene Werte sich behaupten müssen. Das wird nicht ohne Auseinandersetzungen gehen. Es bedarf grundlegender Befähigungen der mündigen Bürger, um diese Konflikte erfolgreich auszutragen. Eine wehrhafte Demokratie ist nicht ohne kritische, kompetente und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger zu haben.

     

    Götz Lehmann, Leiter des Projektes Forum 65+/Arbeit und Leben Mecklenburg-Vorpommern. 27.11.2016


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Bröllin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 16. November 2016

    16.11.: Gespräch mit Akteuren/Geflüchteten und mit Veranstaltern, Initiativen Programm 16–19 Uhr

    17.11.: Aufführung im Anschluss Gespräch mit Zuschauern, öffentliche Begegnung 16–21 Uhr siehe Flyer!

  • Umfeld
  • Forum 65+ setzt sich am Beispiel der Inszenierung mit Geflüchteten aus der Region Pasewalk/Torgelow mit der Frage auseinander, welche Rolle kulturelle Projekte für den Integrationsprozess spielen können. In zwei unterschiedlichen Formaten wurden diese Fragestellung besprochen.

     

    A) Expertenrunde mit Veranstaltern, Flüchtlingseinrichtungen und Flüchtlingsinitiativen

     

    B) Präsentation der Workshop Ergebnisse und Diskussion mit dem Publikum

     

    Was müssen die beteiligten Partner (Veranstalter, Flüchtlingseinrichtungen u. a.) solcher Projekte beachten?

     

    Welche Erwartungen, welche Voraussetzungen bringen die Geflüchteten in derartige Projekte mit ein?

     

    Wo kann in diesen Projekten konkrete Integration mit Ortsansässigen stattfinden?

     

    In einer konzentrierten Gesprächsrunde wurden diese Fragestellungen mit Vertreterinnen und Vertretern von Kulturträgern, Flüchtlingsinitiativen und Flüchtlingseinrichtungen aus der Region und den Beteiligten/Besuchern an der Aufführung diskutiert.

     

    Ausgangspunkt war die Inszenierung der französischen Choreografin Christel Brink-Przygodda. Gemeinsam mit dem Videokünstler Philippe Veyrunes, wurde innerhalb von 2 x 4 Tagen (16-20 Uhr) mit sechs Geflüchteten, die erstmals mit Bewegungstheater konfrontiert waren, gearbeitet. Dabei entstanden in einem kreativen Prozess visuelle Porträts, in die die persönliche Sichtweise und Erfahrungen der Beteiligten einflossen.

     

    Die Regisseurin verwies darauf, dass nach einem künstlerischen Konzept gearbeitet wurde. Es ging nicht vorrangig um die emotionale Aufarbeitung der persönlichen Geschichten, sondern um die Vermittlung von Köperwahrnehmung und Grundtechniken sich auszudrücken, in einem extra medial eingerichteten Rahmen als Bühne. Ausgerichtet an diesem methodischen Rahmen lernten die Geflüchteten ihren Körper kennen. Parallel konnte jeder einen Text zu seiner Person formulieren. Dieser Text, der final in die multimediale Rauminszenierung eingearbeitet wurde bildete den Bühnenraum für die Abschlussaufführung. Das künstlerische Konzept stand im Vordergrund, für die Umsetzung war die Zeit schon sehr kurz. Normalerweise arbeitet man für eine aufführungsreife Inszenierung 5-6 Wochen.

     

    Der Organisationsaufwand für die Produktion war relativ groß. Eine für die gesamte Zeit geplante Unterbringung der Darstellerinnen und Darsteller war aus organisatorischen Gründen nicht möglich, da diese tagsüber in unterschiedlichen Maßnahmen (Sprachkurse u. a.) eingebunden waren. Das hatte einen täglichen Transport aus verschiedenen Orten zur Folge, der durch ehrenamtliche Flüchtlingshelfer abgesichert werden musste.

     

    In der Diskussion wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen für Flüchtlingsbetreuung in Torgelow und Pasewalk sehr unterschiedlich sind. In Torgelow gibt es zwar mehrere öffentliche Anlaufstellen, aber die Abstimmung ist etwas unübersichtlich. In Pasewalk gab es bisher keinen zentralen Ort, aber engagierte Bürger/Initiativen. Die Abstimmung mit den Trägern der Flüchtlingseinrichtungen und dem Landkreis untereinander ist sehr schwierig. Es mangelt an regelmäßigem Informationsaustausch und die Konkurrenz/Abgrenzung der Träger auf Landesebene erschwert die Arbeit vor Ort (z. B. Caritas, AWO, DRK, Volkssoli, u. a.). Für künstlerisch ausgerichtete Projekte sind diese Konstellationen schwer zu erfassen. Wenn die Offenheit und Bereitschaft der Mitarbeiter in den Institutionen nicht vorhanden ist, Flüchtlinge in solche Projekte zu vermitteln, sind diese Projekte zum Scheitern verurteilt.

     

    Der organisatorische Aufwand umfasst, neben der Werbung und Bekanntmachung eines künstlerischen Projektes, den Transport, Dolmetscher, Rücksichtnahme auf verschiedene Ethnien, Frauen und Männeranteil. Aber das Entscheidende ist die positive Grundeinstellung gegenüber kreativen Angeboten. Deutschland hat eine tiefverwurzelte Tradition in der Arbeit mit kulturpädagogischen Angeboten. Diese Erfahrung wird schon im Kindergarten und der Schule vermittelt. Wer möchte, kann sich später in Amateurtheatern und kulturellen Vereinen/Projekten einbringen. Diese Angebote bieten die große Chance der Begegnung und Auseinandersetzung mit Methoden, Traditionen, Inhalten und anderen Kulturen.

     

    Für die meisten Geflüchteten ist diese Form der kulturpädagogischen Beschäftigung neu, oder sie haben eigene Formate und Traditionen. Das Potential liegt in der spielerischen Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit ihren Wurzeln und ihrer aktuellen Situation. Die Begegnung in gemeinsamen Projekten, oder in öffentlichen Aufführungen mit der Möglichkeit des Gespräches und der Diskussion zu den Aufführungen/Präsentationen bietet ideale Voraussetzungen den Prozess der Integration zu begleiten. Entscheidend war und ist auch die Einbindung einer Bezugsperson, die das Vertrauen aller Beteiligten besitzt und den Prozess begleitet. In diesem Fall war es Fine Grafenhorst, selbst Bewegungskünstlerin mit professionellem Hintergrund und aktuell in der Flüchtlingshilfe sehr aktiv. Sie agierte ideal zwischen künstlerischen Anspruch und praktisch umgesetzter Integration.

     

    Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass öffentliche Aufführungen regelmäßig stattfinden müssen und in größere regionale Events eingebunden sein sollen. (z. B. 18. Juni 2018 UNO Weltflüchtlingstag gemeinsame Aktion mit Michael Kurzwelly in Torgelow und in Pasewalk)

     

    Eine neue Aktion im öffentlichen Raum im Café am Markt ins Leben gerufen, jeden Mittwoch 16-19 Uhr Bastelrunde für alle, gemeinsame Aktion mit Betreibern des Café und der Flüchtlingseinrichtung des DRK.

  • Kooperationspartner vor Ort
  • Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Schloss Bröllin statt. Als Experten waren VertreterInnen der Flüchtlingsinitiative Torgelow, Viereck, Pasewalk und des DRK Pasewalk beteiligt.

     

    Grundlage für die Aufführung war die Inszenierung von Choreografin Christel Brink-Przygodda, die gemeinsam mit dem Videokünstler Philippe Veyrunes mit den Geflüchteten arbeiteten. Hervorzuheben ist, das Fine Gravenhorst als Vermittlerin zwischen den Geflüchteten und der Choreografin permanent präsent war, besonders hilfreich dabei, ihre Erfahrung als professionelle Tänzerin.

  • Zielgruppe
  • Wir wollten mit dieser Veranstaltung Organisatoren von kulturellen Ereignissen, engagierte Personen und Flüchtlingseinrichtungen aus der Region und auch Geflüchtete ansprechen.

  • Ziele
  • Zusammenfassend wurde festgestellt, dass künstlerische Projekte für und mit Geflüchteten einen sinnvollen Beitrag für die Integration leisten können, idealerweise sollten diese Projekte mit gemischten Gruppen (Geflüchtete und Einheimische) realisiert werden. Künstlerische Projekte bieten sinnliche Auseinandersetzung, auch ohne Worte. Sie können Brücken zwischen den kulturellen Erfahrungen bauen. Identität speist sich aus vielen kulturellen und sozialen Mustern, Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich in kulturellen Projekten darstellen und diskutieren. Es sollten auf jeden Fall regelmäßig prozessorientierte Projekte angeboten werden. Dabei steht nicht immer die abschließende Aufführung im Vordergrund, sondern der Prozess der Auseinandersetzung. Da, wo es gemeinsam gewollt und angelegt ist, soll auf öffentliche Aufführungen hingearbeitet werden. Diese öffentlichen Aufführungen brauchen einen entsprechenden Rahmen und Wahrnehmung.

     

    Die kulturellen Veranstalter, die Flüchtlingsinitiativen und die Flüchtlingseinrichtungen/Behörden sollten sich kontinuierlich abstimmen und Termine, Ansprechpartner, sowie Themen der kulturellen Angebote koordinieren, damit kulturelle Projekte eingebettet in ein regionales Konzept erfolgreich zur gelebten Integration beitragen können, das Potential ist gegeben.

     

    - Jahresprogramm der Veranstalter, Themen, Höhepunkte, Mischung koordinieren, Austausch im Blick haben

     

    - Werbung in Flüchtlingseinrichtungen, gezielte Ansprache, kulturelle Angebote gleichrangig zu anderen Maßnahmen

     

    - Flüchtlingsinitiativen, öffentliche Höhepunkte und Begegnung koordinieren, Mittlerpersonen finden, profilieren

     

    - auf Nachfragen, Interesse, Angebote von Geflüchteten reagieren

     

    - Behörden/Träger, überregionale Termine/Events, Fördermaßnahmen Unterstützung, Aufenthaltsbestätigung, ideelle Unterstützung durch Personen Wahrnehmung öffentliche Bekenntnisse

  • Inhaltlicher Schwerpunkt
  • Die gesamte Veranstaltung stand unter dem Motto: Wie kann gelebte Integration vor Ort gestaltet werden und welche Rolle spielen dabei kulturpädagogische Angebote für und mit Geflüchteten. Wie kann eine Verknüpfung zu den vor Ort Wohnenden hergestellt und praktiziert werden. Welche besonderen Herausforderungen, aber auch positive Effekte ergeben sich daraus im ländlichen Umfeld.


Gemeinsames Arbeiten mit regionalen Ressourcen
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Wangelin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 25. Oktober 2016

    Workcamp – Zukunft ländlicher Raum
    FAL e.V. in Kooperation mit Forum 65+Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: ganztägig
    Veranstaltungsort: Lehmbauwerkstatt, Dorfstraße 26-28, 19395 Wangelin/Buchberg

    Die Lehmbauwerkstatt in Wangelin führt seit Juli 2016 verschiedene Workcamps mit Jugendlichen aus MV, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und mit jungen Geflüchteten, die in MV leben, durch. Die Themen der Workcamps umfassen die beruflichen Orientierungen und Möglichkeiten im ländlichen Raum vor dem Hintergrund der Nutzung der vorhandenen Ressourcen und einer nachhaltigen Perspektive für die Regionen. Es geht um Einblicke in das Leben im ländlichen Kontext und um die Vermittlung von Werten und Alternativen für einen Ressourcenbewussten Umgang im Alltag. Der Lehmbackofen, den die jungen Geflüchteten aus dem ersten Workcamp gebaut haben ist erst Ende August einsatzfähig und wir wollen aus diesem Anlass gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern aus der Region und den Jugendlichen die Inbetriebnahme für eine praktische Begegnung nutzen, interkulturell und intergenerativ.


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Bröllin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 03. September 2016

    „Gelebte Integration“, Workshop und Austauschtreffen, ganztägigmit Renate Schürmeyer und Dittmar Vonau

    Schloss Bröllin e.V. in Kooperation mit Forum 65+
    Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: ganztägig
    Veranstaltungsort: Schloss Bröllin, OT Bröllin 3, 17309 Fahrenwalde

    Ein Forum für Aktive aus der Region, die sich für ein gutes Miteinander mit Geflüchteten einsetzen. Wer integriert wen, und wohin? Unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen? Welche Faktoren bilden dabei Kunst und Kultur? Das Ergebnis wird abschließend öffentlich präsentiert und zur Diskussion gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationshaus Torgelow, Pasewalk hilft und der Künstlerin Renate Schürmeyer.

    Anmeldung & Kontakt: a href="mailto:info@broellin.de">info@broellin.de, 039747-5650-0


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Tressow
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 06. Juli 2016

    Workshop – Interkultureller Garten – Ort für Integration

    Dot.com e.V. in Kooperation mit Forum 65+
    Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: ganztägig
    Veranstaltungsort: Alte Gärtnerei, Schloss Tressow, 23966 Bobitz

    Der Verein dot.com aus Wismar hat 2016 als Betreiber die alte Gärtnerei im Zentrum von Tressow übernommen. Das Gärtnereigelände soll als praktischer Begegnungsort für Ortsansässige und Geflüchtete, die in der Region leben entwickelt werden. Das Forum 65+ hat das Projekt am 6. Juli 2016 mit einem Workshop unterstützt. In diesem Treffen wurden mit den Kolleginnen und Kollegen des Trägers, die in dem Projekt beteiligt sind, versucht die Rahmenbedingungen, die Chancen und die Risiken in ein Machbarkeitskonzept einzuarbeiten.


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Torgelow
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 27. Juni 2016

    Workshop – Netzwerktreffen Mehrgenerationenhaus

    Willkommensinitiative Torgelow in Kooperation mit Forum 65+
    Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: ganztägig
    Veranstaltungsort: Mehrgenerationenhaus Torgelow, Blumenthaler Str. 18, 17358 Torgelow

    Das Forum 65+ war als Gast zu einem Netzwerktreffen unterschiedlicher Initiaitiven, Projekte und Vereine in das Mehrgenerationenhaus in Torgelow eingeladen. Alle Beteiligten engagieren sich in vielfältiger Weise für Geflüchtete. Wobei neben den Geflüchteten auch die Situation der Einheimischen und die Folgen für das zivile Zusammenleben diskutiert wurden. Geflüchtete berichteten zu Fluchterfahrungen aus ihrer Perspektive. Das Forum 65+ präsentierte seinen Arbeitsansatz und im Anschluss an die offizielle Veranstaltung wurde die Kooperation verschiedener Partner für einen Workshop im Schloss Bröllin Anfang September beschlossen. Basierend auf der Ausstellung "zur nachahmung empfohlen" sollen kreative Methoden und Ansätze für eine regionalbezogene Integration erarbeitet werden.


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Barth
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 24. Mai 2016

    Eröffnung eines Integrationsspielplatzes

    Willkommensinitiative Barth, Wohnungsbaugesellschaft Barth
    in Kooperation mit Forum 65+, einemProjekt von Arbeit & Leben MV

    Im März 2016 wurde das Forum 65+ von der Willkommensintitiative Barth eingeladen sich vorzustellen. Ein Ergebnis war die erfolgreiche Hilfestellung durch das Forum 65+ bei der Mittelakquise für den Integrationsspielplatz in Barth. Ende Mai 2016 konnte der Spielplatz eröffnet werden. Aktuell geplant ist die Kooperation für eine Fachveranstaltung zum Thema "Integration – mehr als ein Kinderspiel". Es soll dabei um den Spielplatz und seine Möglichkeiten als Integrationsort gehen. Die Veranstaltung soll Ende 2016 oder im ersten Quartal 2017 realisiert werden.


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Wangelin
  • Zeitplan, Ort und Seminarablauf
  • 23. April 2016

    Workshop, Wahrnehmung – Austausch – Perspektiven Alena e.V. Uelzen zu Gast bei FAL.e.V. Wangelin in Kooperation mit Forum 65+Ein Projekt von Arbeit & Leben MV

    Zeitrahmen: 10.00 bis 16.30 Uhr
    Veranstaltungsort: Wangeliner Garten, 19395 Ganzlin OT Wangelin, Nachtkoppelweg


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PDF Stralsund 11/2016
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PDF Bröllin 11/2016
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PDF Wangelin 10/2016
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PDF Tressow 07/2016
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PDF Barth 05/2016
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PDF Wangelin 04/2016
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Unsere Partner

 

Wir - das Team des Forum 65+ - sind zwar viel unterwegs, koordinieren jedoch einen großen Teil unserer Arbeit von Berlin aus. Deshalb sind wir sehr am inhaltlichen Austausch mit Organisationen und Vereinen interessiert, die in kleineren Städten und Ortschaften wirken und ihre Erfahrungen mit uns teilen. Wir freuen uns, bereits auf ein kleines, aber stabiles Beratungsnetzwerk zurückgreifen zukönnen und danken unseren Partnern an dieser Stelle für die bisherige Zusammenarbeit.

 

2014 - 2015

 

2016